Wie sieht das „gute Leben“ in einer solidarischen Gesellschaft aus?

„Noch nie hat die Menschheit über so viele materielle Ressourcen und über so viele technische und wissenschaftliche Kenntnisse verfügt. Global gesehen ist sie so reich und mächtig, wie es sich in den vergangenen Jahrhunderten niemand hätte vorstellen können“ (S.39). Dem stehen die globalen Probleme des Klimawandels, der Armut, der sozialen Ungleichheit usw. oder eben die ungleichmässige Verteilung von Kenntnissen und Reichtum gegenüber.

Diese konträre Ausgangslage erfordert ein Umdenken und veränderte Formen des Zusammenlebens. Es geht um die Suche nach einer positiven Vision des „guten Lebens“ für alle Menschen.

Das Sein vor das Haben setzen.

In einer solidarischen Gesellschaft geht es um die Qualität sozialer Beziehungen und die Beziehung zur Natur und weniger um das Denken in Mittel-Zweck-und-Leistungs-Kategorien, also das Sein vor das Haben zu setzen (S.11). Das Konzept des Konvivialismus sucht nach konkreten Utopien und Alternativen zur heutigen Vorstellung, dass ökonomisches Wachstum das Allheilmittel für gesellschaftliche Probleme ist.

Es um die Qualität sozialer Beziehungen und die Beziehung zur Natur.

Es geht darum die Debatte der Unsicherheit und des Unwohlseins zu führen, nicht einfach einfache Lösungen oder Antworten zu geben in was für einer (globalen) Gesellschaft wir leben wollen. Es geht um die „Kunst des Zusammenlebens (con-vivere), die die Beziehung und die Zusammenarbeit würdigt und es ermöglicht, einander zu widersprechen, ohne einander niederzumetzeln, und gleichzeitig für einander und für die Natur Sorge zu tragen“ (S.47). Die Autorenschaft vom Buch „Die Konvivialisten“ gehen davon aus, dass der soziale Wandel durch eine Katastrophe eingeläutet wird.

Warum also nicht jetzt?

Mehr zum Thema „Die Konvivialisten“ findest du hier.

 

 

 

Hier findest du zwei weitere Filme, die ausführen, warum es mit dem Steigerungszwang nicht so weitergehen kann und wie sich ein nachhaltiger Kapitalismus denken liesse.

  • Hartmut Rosa schreibt in seinen Büchern über die Resonanz-Theorie und das passende Leben. Hier geht’s zum Interview „Wider den ewigen Steigerungszwang“.
  • Rebecca Henderson spricht darüber, warum sich nachhaltiger Kapitalismus für Firmen lohnt. Sie hat das Buch Reimagining Capitalism geschrieben (erscheint Ende April 2020). Hier geht’s zum entsprechenden Vortrag (in Englisch).

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